Groß und bestimmt nicht Artig !

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Wieder einige neue Raub-und Großsalmler importiert

Zwischen November und Februar ist Saison für viele Großfische aus allen Ländern Südamerikas. Auch zu uns (aqua-global.de) kamen einige seltene Arten wie Acestrorhynchus, Acnodon, Boulengerella und noch einige sehr Interessante Arten aus dem Cichliden und Welsbereich.

Acestrorhynchus nasutus aus dem Orinoco.

Acestrorhynchus pantaneiro “Paraguay”

Acestrorhynchus pantaneiro  "Paraguay"

Acestrorhynchus falcirostris in Jugendfärbung. Der dunkle Streifen und die roten Flecken der Schwanzflosse verschwinden mit dem heranwachsen.

Acestrorhynchus sp 2 800

Acestrorhynchus falcirostris “Juvenil”  im Kopfprofil

Acestrorhynchus sp 800

Acnodon normani aus Belem ( Brasilien)

Acnodon normani

Osteoglossum bicirrhosum “Baby”

Osteoglossum bicirrhosum Baby 2 800

Ich halte euch auf dem laufenden. ;-)

Rico


Asterophysus batrachus

Das ist ein Fisch wo einige sagen : ” Der ist so Hässlich, dass er schon wieder cool ist “. Ein wenig erinnert diese Art an Fische aus der Tiefsee, mit Ihrer gewaltigen Maulspalte, in der Beute, in fast gleicher Körperlänge Platz hat. Asterophysus ist ein “gemütlicher” Räuber, der Tagsüber mal ne Runde schwimmt und dann wieder unter oder in seinem Versteck verschwindet. Richtig Jagen tun sie nur selten. Sie lassen sich nach einiger Zeit auch gut ans Füttern aus der Hand bzw.  Zange gewöhnen. Gerfressen wird eigentlich vieles wie z.B. Fischfilet, Sardellen, Stinte, Sandaale usw.. Also reicht gefrostetes Futter absolut aus. Gefüttert sollten sie dennoch nur ein bis 2 mal die Woche um die Verfettung nicht voranzutreiben. Diese Art kommt in Venezuela z. B. im Rio Atabapo und auch im Rio Naure vor. Dort bewohnt sie Schwarzwasser führende Flüsse.Mit etwa 26-30 Grad kommt Asterophysus batarchus sehr gut zurecht und lässt sich auch in gutem Leitungswasser dauerhaft pflegen.

Asterophysus batrachus mit ca. 20cm Länge.

See you …..

Rico


Loricariiden Update

Das ist hier ein kleiner “Vorgeschmack” einiger Plecos die ich demnächst hier als Gallery einstellen werde. Zwar sind es keine Räuber, aber dennoch werden sie fast immer dazu gehalten oder aber sie werden aus Leidenschaft gehalten und gezüchtet.

Glyptoperichtys gibbiceps

Hypostomus luteus Phase I

L 14 Scobinancistrus aureatus

L 114 Pseudacanthicus cf. leopardus

L 121 Peckoltia sp. Wormline

Farlowella paraguayensis

L 123

L 190 Panaque nigrolineatus

L 201 ? Hypancistrus sp. Rio Ventuari ” Full Big Spotted “

L 202 Peckoltia lineola

L 243 Ancistomus sp.

L 257 Pseudlithoxus tigris

L 260 Hypancistrus sp. Queen Arabescue

L 265 Peckoltia sp. Tapajos

Loricaria birindelii

L 37 Hypostomus sp. Honey Comp Pleco

Die Galerie wird natürlich einiges mehr an Bildmaterial beinhalten und sicher ist für jedes Auge was dabei. :-)

Bis dahin, viele Grüße vom Rande Berlins

Rico


Hydrolycus armatus Zeit

Von April bis Juni werden in kleineren Lagunen in Venezuela immer mal wieder kleine Hydrolycus armatus abgefischt. Wir (Aqua Global) konnten einige Tiere dieser interessanten Säbelzahnsalmler importieren. Ich hab mir ein paar Exemplare mitgenommen um mal etwas näheres herauszufinden, was das heranwachsen und den Kannibalismus innerhalb Ihrer eigenen Art angeht.

Hydrolycus armatus Baby mit etwa 5-7cm

Das Wachstum ist wirklich enorm, wenn man sie täglich mit kleineren Fischen und weißen Mückenlarven füttert. Leider ist auch der Kannibalismus sehr ausgeprägt und so kommt es schnell zu großen Ausfällen, wenn die Größenunterschiede zu gravierend sind.

Hydrolycus armatus  mit kleinerem Artgenossen

Hydrolycus aramtus mit kleiner Beute .

 

 

Die Zähne sind selbst bei kleineren H.armatus deutlich ausgepägter als bei anderen Hydrolycus-Arten .

Bis dahin, Rico


Erythrinus erythrinus & Hoplerythrinus uniteaniatus

Der rote Lachssalmler – Erythrinus erythrinus ist einer schlanker, langezogener und sehr farbiger Raubsalmler der eine max. Größe von 25cm erreicht. Die Geschlechter lassen sich Anhand der Rückenflosse unterscheiden. Bei den Männchen ist diese lang und spitz ausgezogen und die der Weibchen ist rund und deutlich kürzer. Lachssalmler sind sehr weit in Südamerika verbreitet und stellen keinerlei besondere Anforderungen an die Wasserbeschaffenheit. Es gibt viele verschiedene “Standortvarianten” die sich durch die unterschiedlichsten Farben auszeichnen. Leider sind alle Erythrinus recht agressiv gegenüber Artgenossen, deshalb sollten auch bei einer “Mann / Frau ” vergesellschaftung viele Höhlen und Verstecke angeboten werden . Die Vergesellschaftung mit anderen größeren Salmlern oder Cichliden ist durchaus möglich, hängt aber von der jeweiligen Art und deren Agression und verhalten ab. Es wurden auch schon viele Tiere bei 20-22°C gefangen, was natürlich die Haltung bei Zimmertemperaturen sehr erfreulich macht. Gefressen wird alles an Fisch,Mückenlarven, Krill und Garnelen .

Erythrinus erythrinus aus Peru mit etwa 12cm .

Erythrinus erythrinus “Madre de dios “

Hoplerythrinus uniteaniatus ist vom Verhalten und den Ansprüchen an Wasser, Temperatur und Futter ähnlich wie Erythrinus erythrinus aber noch etwas agressiver und wird auch mit 40cm Endgröße deutlich größer und massiger. Diese Art neigt dazu  Welse oftmals schwer zu verletzen . Warum ? Keine Ahnung :-)

Hoplerythrinus uniteaniatus

Bis Bald wieder …

Rico


Cynopotamus amazonensis

Vor einigen Wochen erreichte uns ( Aqua Global ) ein Charax Import aus Peru, der sich als absolutes Highlight entpuppte. In der Box befanden sich mehrere Arten dieser Raubsalmler . Folgende waren vertreten:

Charax spec.

Roeboides microlepis

Galeocharax gulo

und Cynopotamus amazonensis .

Leider waren von den Galeocharax gulo nur 5 Tiere dabei und nur ein einziger kleiner etwa 5cm großer Cynopotamus.

Es gibt so gut wie keine Informationen zu diesem Fisch, dennoch möchte ich Ihn euch wenigstens zeigen .

Cynopotamus amazoniensis 7cm

Es ist ein seltener und wahrscheinlich auch recht kleinbleibender Flusshund, den man lebend nur selten zu Gesicht bekommt . Auch andere Arten wie Cynopotamus atroatensis kommt sehr selten über´n Teich .

Bis bald Rico


Ageneiosus sp. Green Stripe III & Auchenipterus nigripinnis

Letzten Donnerstag bekam ich von Harald Jahn ( Aquarium Glaser ) eine neu eingeführte Ageneisosus Art , welche erstmal als Green Stripe III bezeichnet wird. Die zwei Delphinwelse sind etwa 10-12cm groß und weichen schon allein von der Körperform von den “normalen ” Ageneisosus Arten wie A.marmoratus & A.magoi  ab. Sie sind deutlich gestreckter und das Maul ist deutlich kleiner . Sie scheinen rastlose Schwimmer zu sein sofern “nicht ” genügend Strömung im Becken herrscht. Stellt man diese im Becken ein, so liegen sie direkt neben Steinen oder Wurzeln direkt in der Strömung oder surfen direkt in dieser . Das Futter wurde bisher komplett verweigert. Mal schauen wann sie anfangen zu fressen.

Ageneiosus sp. Green Stripe III

Von meinem guten Freund Ingo Seidel bekam ich eine weitere sehr interessante Art der Auchenipteriden, nähmlich Auchenipterus nigripinnis mit etwa 10cm Länge . Es handelt sich hierbei um “absolut” rastlose Schwimmer, die immer im oberen Bereich des Beckens Ihre Runde drehen oder auf der Stelle unter der Wasseroberfläche in der Strömung stehen. Kommt dann Futter ins Spiel drehen sie regelrecht durch und verschwinden danach sofort wieder in Ihre alte Position . Gefressen wird wirklich fast alles an Trocken und Frostfutter .

Auchenipterus nigripinnis 10cm

See you …….  Rico


Neue Raubsalmler eingezogen

Hey Leute,

Von einem freund bekam ich kürzlich einen Hydrolycus armatus und eine Charax Art . Der Hundskopfsalmler ist etwa 12-15cm und der HYdrolycus armatus etwa 22cm . Ich hoffe er wächst schnell genug das er ins große einziehen kann, sofern er sich mit den welsen und Rochen verträgt . Momentan ist er mit meinem P.tigrinum im 500 Liter Becken, was erstmal super gut klappt .Den Tigrinum musste ich wieder aus dem großen fischen, weil er dort etwas kürzer gemacht wurde.:-(

Hier zwei Bilder der Salmler

Charx spec.

Hydrolycus armatus 22cm

Ich halte euch auf dem laufenden wie es weitergeht .

rico


Pseudoplatystoma aus Peru Update

Hier noch kurz ein Update des Pseudoplatystoma sp. Peru der sich wohl doch als P.tigrinum entwickelt hat . Er misst jetzt etwa so um die 35cm und geht ganz schön verloren bei den “großen”  Brachyplatystoma, wo er seit gestern schwimmt . Mal schauen ob er heut noch da ist .:-)

Pseudoplatystoma tigrinum “Peru” 35cm

Auf dem Bild wirkt er recht klein . In 5000 Liter Wasser isser das auch . :-) . Mal sehen wie´s mit Ihm weiter geht .

Hier war er noch in 300 Liter Wasser, wo er dringend raus musste .

Bis dann

Rico


Rochenbaby

Als grade Rochenfanatiker möchte ich mich nicht bezeichnen, eher sind es für mich Beifische die durchaus schon sehr imposant sind. Vor einiger Zeit bekam ich von einem guten Freund ( Jörg Becker ) ein P.motoro “marbled” Weibchen zur weiteren Hälterung um bei seinen ganzen Rochen etwas Ruhe hineinzubringen. Also gesellten wir das etwa 35cm große Weibchen zu meinem etwa 30cm P.falkneri aus Paraguay .

Was soll ich sagen, etwa 3 oder 4 Monate Später fand ich ein kleines Rochen Mädchen in meinem Filter und sah das Ihm der Schwanz fehlte. Da haben wohl die Brycon das Junge gleich mal “maß” genommen . Mir ist natürlich voher aufgefallen das die Dame schwanger war und fütterte sie etwas mehr.Ob es wirklich der Pfalkneri war oder knapp vorher noch eines von Jörgs Tieren ist “noch ” nicht klar .

 

Hier ein paar Bilder :

 

Und hier ein Bild eines schönen P.motoro aus Peru .

 

See you …

Rico

 


Ein gesundes neues Jahr 2012 !

Hallo Leute,

Ich wünsche euch allen ein gesundes und hoffentlich ein kommendes erfolgreiches Jahr 2012 . Dazu möchte ich mich natürlich bei euch allen Bedanken, das Ihr so oft meine Seite Besucht ( was die enormen clicks 2011 zeigen ) habt. Ich werde versuchen weiterhin hier immer wieder neues an Erfahrungen und Fotos zu schreiben und zu zeigen. Ganz einfach ist es nicht wenn man eine “große” Familie und Arbeit unter einen Hut bringen muss . Aber wie schon erwähnt bin ich bemüht :-)

Hier noch kurz ein paar Bilder von einem Trip zu einigen Freunden im Dezember 2011 .

Cichla orinocensis

Cichla sp. Xingu

Brycon cf. hilari und Myloplus schomburkii “Big Band”

Brycon cf.hilari

Myloplus torquatus

cichlasoma festae “Male”

Cichlasoma festae “Female”

Bis dahin … :-)

rico


Beifische

Hallo Leute,

Vor etwa einer Woche bekam ich eine Gruppe  Brycon siebenthaleri von Olliver Frank ( OF Aquaristik ). Zwei Tiere stammten ursprünglich von Ruinemanns und zwei Tiere von Aquarium Glaser . Importiert wurden sie aus Kolumbien als Jungfische. Die meisten Brycon Arten zählen nicht unbedingt zu den schönsten Großsalmlern, allerdings gibt es ja Brycon hilarii, welcher schon einer der farbigsten Großsalmler ist . Leider ist ein herankommen an solche Tiere sehr schwer und auch ein Import erst sehr sehr selten gelungen. Nun ja, wer große Flusswelse im Becken Pflegt steht schnell vor dem Problem des Besatzes, denn zu kleine Insassen sind schnell verschwunden. Daher entschied ich mich für diese Tiere, da die Vergesellschaftung mit einigen Myleus(Myloplus) Arten schon gescheitert war. Meine Brycon fressen ausschließlich von der Oberfläche aber alles an Pellets, Frostfutter und Gemüse. Sie sind rastlose Schwimmer und untereinander manchmal etwas ruppig. Zur Zeit messen sie von 27 – 35 cm .

Brycon siebenthaleri ( ob diese Bezeichnung korrekt ist, wird sich vielleicht irgendwann klären )

 

 


Brachyplatystoma rousseauxii duo…..

Hey Leute,

hier ein kurzes Update des Neuzugangs und ein paar Bilder der Brachyplatystoma rousseauxii (flavicans).

Dieses Tier misst etwa 90 cm, ist 15 Jahre alt und wiegt gute 12 Kilo. Ob es wirklich ein B.rousseauxxi ist, kann ich gar nicht sagen, da sich die Schwanzflossenform vom kleineren Tier deutlich unterscheidet.

Das untere Tier misst etwa 60 cm, ist 5 Jahre alt und noch ein Leichtgewicht . Diesen B.rousseauxii zog ich von 4cm groß. Leider sind bei beiden Tieren die Schnauzen vom juvenilen Alter schon gebogen.


Aus Paraguay … ein Pimelodus ?

Vor einiger Zeit war bei einem Import von Otocinclus sp. negros aus Paraguay ein noch unbekannter Flusswels dabei. Das Tier misst jetzt etwa 15 cm und lebt sehr versteckt. Ingo Seidel und mir ist die Zugehörigkeit noch unklar. Vielleicht kann das aber noch geklärt werden. Die Gattung Pimelodus ist leider sehr unübersichtlich, und es gibt immer wieder Beifänge dieser Welse aus Peru, die nicht näher zugeordnet werden können.

Hier ein Bild des Tieres :


Beifänge

Wie oft bei Importen sind immer mal wieder sehr interessante kleine “Bonbons” dabei. So wie ich jetzt von Ingo Seidel mehrere kleinere Flusswelse bekam, die bei Importen z.B. aus Paraguay und Peru dabei waren.

Hier ein paar Fotos der Welse.

einer der beiden Rhamdia cf. quelen

das zweite Tier: Rhamdia cf. quelen

Wahrscheinlich ein Jungtier von Pimelodella cristata oder P.linami.

Hierbei könnte es sich um Pimelodella gracillis handeln. Insgesamt waren 4 Tiere dieser Art unterschiedlicher Größe dabei. Kleinere Tiere zeigen nicht die verlängerte obere Schwanzflosse.

Und das? Ja das ist ein Tiger Candiru – Pseudostegophilus nemurus

Ein ganz großer Dank gilt an Ingo. Danke dafür! :-)

Erfahrungsberichte werde ich bald hinzufügen und wenns klappt auch die genauere Zugehörigkeit der Rhamdia und Pimelodella Arten .

Bis Bald …….. Rico


Antennenwelse – Pimelodidae

Die Pimelodiden ( Antennenwelse ) sind in Mittel -und Südamerika weit verbreitet . Mit weit über 300 Arten stellen sie eine der größten Familien der Welse dar. Es gibt große Exemplare wie Brachyplatystoma filamentosum die gute 300cm Körperlänge und 200 Kilo erreichen können aber auch sehr kleine Arten wie einige Tatia oder Centromochlus Arten die nur 3-4cm erreichen. Die größeren Flusswelse sind vorwiegend Nachtaktiv, wo sie aus Ihren Verstecken kommen um Beute zu machen. Zu denen zählen z.B. Brachyplatystoma, Paulicea, Phractocephalus, Sorubimichtys, Pseudoplatystoma, Leiarus und viele mehr .  Aber auch die meisten kleinbleibenden Arten sind wenig Tagaktiv. Zu Ihnen zählen Pimelodus, Pimelodella, Brachyrhamdia, Rhamdella, Microglanis, Centromochlus uvm. Zu den sehr verstecktlebenden Arten zählt besonders die Art  Pseudopimelodus. Sie kommen nicht einmal am Tag zur fütterung heraus . Meistens muss man sie direkt an Ihrer Höhle füttern. Man sollte aber auch die kleinsten Arten nicht unterschätzen, denn auch sie fressen ein Aquarium mit kleineren Salmlern oder Bärblingen ganz schnell leer. Die Nachtaktiven Arten können auch schnell mal Nachts unruhe in ein eigentlich ruhiges Becken bringen. Der größte Teil der Antennenwelse brauchen dringend Wurzeln oder Höhlen um sich zurückziehen zu können. Eine Temperatur von etwa 25-32 Grad ist für fast alle Pimelodiden ausreichend.  Mit Ausnahme die Gattung Brachyplatystoma benötigt höhere Temperaturen von mind. 28 Grad um sich “richtig” wohl zu fühlen. Die Ernährung ist eigentlich oft kein Problem . Jungtiere fressen fast immer gern lebende weiße oder rote Mückenlarven.Nach einer 3-4 Wöchigen “Einlaufphase” kann dann auf totes Futter umgestellt werden. Manche Arten stürzen sich aber schon in Ihrer “Kindheit ” auf kleingeschnittene Stinte oder Fischfilet. Einige Arten wie Brachyplatystoma filamentosum und rousseauxii ( ehem. flavicans ) sind sehr schreckhaft und stoßen sich so sehr die Schnauzen an den Scheiben des Aquariums das eine “Krümmung”  unausweichlich ist, die sich nicht wieder zurückbildet. Am besten ist es sie Allein aufzuziehen bis sie die 20-25cm Körperlänge erreicht haben und somit nicht ganz so stoßanfällig sind.

Enrico Richter


Pseudopimelodus mangurus

Pseudopimelodus mangurus stammt aus dem Rio de la Plata in Argentinien und wird sehr selten Importiert . Dieser Flusswels lebt stark versteckt wie die meisten anderen Pseudopimelodus Arten, wird aber deutlich größer mit etwa 60cm Körperlänge . P.mangurus ist sehr Territorial und verbeißt seine Konkurenten ganz extrem aus seinem Revier . Ich konnte beobachten wie mein 30cm Tier, einige andere deutlich größere Flusswelse immer wieder aus seinem Revier durch Attacken in die Flossen vertrieb.Gefressen wird eigentlich alles was irgendwie nach Fisch zu riechen scheint. Man muss eben nur das Futter irgendwie in seine Nähe bekommen, denn selbst bei sperlichster Beleuchtung kommen sie selten im Aquarium Nachts raus um nach Futter zu suchen .

Dieses Tier misst etwa 30cm Länge.

Trotz Ihres Verhaltens stellen sie für Raubwels Fans eine Bereicherung in jedem Aquarium dar .


Brachyplatystoma rousseauxii /flavicans Video

Letzten Sonntag brachte ich mein Cichla melaniae Paar zum Zoo Aquarium Berlin wo auf mich mein guter Freund Thomas Guse schon erwartete. Das Pärchen ist in die große Schauanlage zu den anderen Cichla eingezogen . Zwei Freunde  ( Thomas & Danny ) halfen mir vor Fahrtantritt den 1000 L Tank ins Auto zu hiefen und die Verkabelung für die Sauerstoffversorgung der Cichlas und des Gastes der wieder mit zurück sollte vorzubereiten . Als die Cichla in Ihrer neuen Behausung waren ging es in die Reservestation wo mein absoluter Favorit schwamm . Es war ein etwa 85 cm langer und über 10Kg schwerer Brachyplatystoma rousseauxii, der etwa 15 Jahre alt ist . Thomas hatte das Reservebecken bereits abgelassen und eine Tauchpumpe für die Befüllung des Tanks vorbereitet . Schnell 400 Liter Wasser in den Tank gepumpt und die Fangsaison war eröffnet. Nach 2 Minuten hatten Thomas und sein Kollege das Tier und schon war das Spektakel vorbei und ich lief samt den “Riesen” zum Auto und ließ ihn in den Tank . Sauerstoff an und los quer durch Berlin .Als wir ankamen war das Tier an den Flossen  stark vom Plastetank aufgeschubbert . Ich setzte Ihn in mein 6000 Liter Becken zu dem 60cm B.rousseauxii ein und tat einen ordentlichen schwung Erlenzapfen dazu, welcher die Linderung der Beschädigungen beschleunigen sollte. Heute sieht er wieder ganz gut aus und lässt sich in der 25000 L/h Strömung gern treiben . Wenn alles Verheilt ist werde ich ein Paar Fotos nachreichen .

Hier erstmal ein Video der beiden .

http://www.youtube.com/watch?v=prOi3FbbZSY

Bis Bald Rico


Unbeschriebene Pimelodus Arten aus Peru

Immer öfter gelangen neue Arten aus Südamerika zu uns nach Deutschland. Seien es Salmler, Cichliden, Welse oder andere. Bei den Welsen macht es einen großen Teil der Neuimporte aus. Ich möchte kurz mal auf drei neue Arten der Pimelodidae eingehen.

Ich benenne sie einfach mal nach Ziffern, da leider keiner genau weiß, wo genau sie gefangen wurden. Wie groß P. sp.Peru I wird, kann ich leider nicht sagen, da das Tier durch einen Becken-Crash verstarb. Ich denke aber, dass diese Art die 20 cm nicht überschreiten wird. Eine sehr agile und strömungsliebende Art.

Pimelodus sp. Peru I

Dieses einzige Tier bekamm ein Freund als er aus Peru Exalldodontus aguanai importierte. Auf den Exportlisten werden E.aguanai als Jumper Cat angeboten.

Hier ein Bild eines Exallodontus aguanai.

Exalldonontus aguanai sind extreme “Dauerschwimmer”, die eine enorme Strömung benötigen. Sie erreicht etwa 25cm Länge. Die Weibchen sind deutlich fülliger als die Männchen. Gefressen wird eigentlich alles.

Dieses Tier war ebenfalls bei demselben Import aus Peru mit mehreren Exemplaren vertreten. Pimelodus sp. Peru II ist nicht sehr agil und besitzt sehr lange Barteln. Leider ist diese Art auch etwas “ruppig” gegenüber anderen Flußwelsen, was ma ja von einigen anderen Pimelodus Arten kennt. Sie erreicht etwa eine Länge von 30cm. Und wird mit dem heranwachsen deutlich heller und Bläulicher.

Das abgebildete Tier misst etwa 12-15 cm.

Hier die gleiche Art mit etwa 25-30cm. Dieses Tier bekam ich von Michael Böttner ( http://www.Raubwelse.de )

Manchmal wird diese Art als Pimelodus sp. “Blue Metallic” angeboten.

Dieses Tier bekam ich vor einigen Tagen von Oliver Frank  (www. OF Aquaristik.de)

Bei dieser Art zeigt sich in normaler Färbung ein Weißer Streifen durch die Körpermitte. Auffällig sind die sehr langen Barteln, die ausgezogene Rückenflosse  sowie die eckige Fettflosse und stark gegabelte Schwanzflosse. Vielleicht handelt es sich hierbei um ein Jungtier der kürzlich aus Peru importierten Brachyplatystoma cf. vaillanti (was nur ein vorläufiger Handelsname ist) .Pimelodus sp. peru III ist ebenfalls recht agil und frißt fast alles an Granulat und Frostfutter.

Hier ein Bild eines fast ausgewachsenen Brachyplatystoma cf. vaillanti mit 35-40cm.

Bleibt abzuwarten, wie sich Pimelodus sp. Peru III weiter entwickelt und ob er sich als das obige Tier entfaltet. Noch gespannter bin ich was noch so neues zu uns kommt.

Grüße

euer Rico


Pseudoplatystoma sp. Peru

Vor einigen Monaten bekam ich von Oliver Frank ( OF Aquaristik ) einen etwa 4-5cm kleinen Pseudoplatystoma, der sich aufgrund seiner Zeichnung und Körperform von allen anderen mir bekannten Pseudoplatystoma Jungtieren unterschied. Es waren wenige Tiere, die aus Peru zu ihm kamen. Ob es Nachzuchten oder Wildfänge sind, weiß man nicht genau. Das sehr kleine und zierliche Tierchen fraß bis vor ein paar Wochen nur rote und weiße Mückenlarven, so dass er für einen Pseudoplatystoma recht langsam  wuchs. Mittlerweile ist er so um die 12-15cm groß und schwimmt allein mit einem Brachyplatystoma filamentosum Jungtier in einem 120x70x60cm Becken  Wenn er die 30 cm knackt, kann er ins Große umziehen.

Hier ein Bild ein paar Tage nach der Ankunft.

Das Kopfprofil wirkt schlanker. Wahrscheinlich handelt es sich hierbei um einen juvenilen Pseudoplatystoma tigrinum. Genaueres kann mann erst ab 20cm sagen .

Im Vergleich hier einige Bilder von P. fasciatum Nachzuchttieren.


Besuch im Zoo Aquarium Berlin

Obwohl ich am Rande Berlins lebe, treibt es mich selten in der Freizeit in die City. Nach etwa 2 Jahren Pause trieb es nun doch wieder ins Zoo Aquarium Berlin. Kurz mit einem guten Freund dem Thomas telefoniert und vorab eine Zeit festgemacht. Thomas Guse gehört mittlerweile zum alten Eisen im Zoo Aquarium und ist dort fast 2 Jahrzehnte tätig und betreut mit einigen anderen Kollegen die Fischanlagen.

Ein großer Dank gilt Thomas wieder für viele Umfangreiche Informationen und auch für die problemlose Installation der “Lichter” zum Fotografieren.

Hier ein paar Impressionen.


Imparfinis sp. “Paraguay”

Vor etwa 5 Tagen bekam ich von Oliver Frank (OF Aquaristik in Butzbach) 6 Exemplare einer kleinen Flusswels-Art aus Paraguay. Sie haben einen langgestreckten Körper, sind sehr sehr flink und fressen alles an Flockenfutter &  Tablettenfutter. Bei Frostfutter gehts dann richtig los! Zur Zeit sind etwa 20 Arten dieser Gattung beschrieben. Zu welcher Art diese Tiere aus Paraguay gehören, bleibt erstmal zu klären. Weiteres zum Verhalten, der Temperatur usw. werde ich ergänzen, wenn ich einige Infos sammeln konnte.

Imparfinis sp. “Paraguay”

Rico


Brachyplatystoma tigrinum

Brachyplatystoma tigrinum zählt wohl zu den schönsten Flusswelsen überhaupt und wird doch bei Händlern, die Raritäten anbieten, oft gehandelt. Diese Art gehört leider nicht zu den billigsten Raubwelsen. Die übliche Größe der importierten Tiere liegt etwa zwischen 5 cm und 20 cm. Diese Welsart kann mit über 90 cm recht groß werden und wächst rasch heran. Oft wird von Agressivität gegenüber anderen Welsen berichtet, welches ich nur bestätigen kann. Öfter habe ich es schon im Laufe der Jahre probiert, sie mit anderen Arten, z.B. Brachyplatystoma, zu halten. Leider scheiterte der Versuch jedes mal wieder. Ich denke, es liegt an der territorialen Art dieser Welse. Ein besonderes Augenmerk ist wieder der Strömung zu widmen, da diese Welse aus trüben und extrem schnell fließenden Flüssen stammen und sich dort nur auf Ihre Tastsinne verlassen können und so bei Berührung der Barteln die vorbei schwimmende Fische erbeuten. Zur Laichzeit wandern B.tigrinum ebenfalls weite Strecken die Flüsse entlang. Es gibt sie in Peru (wo 90% der Importe herkommen), aber auch im Rio Madeira, wo sie etwas kontrastreicher gefärbt sein sollen. Dazu muss ich sagen, dass ich schon beide Varianten gepflegt habe und es schon einen kleineren Unterschied gibt, was die Färbung schwarz und weiß angeht. Es gibt aber auch größere peruanische Exemplare, die dem dann in nichts mehr nachstanden. Die Tiere aus Brasilien werden meist schon etwas größer angeboten .

Tja und die Fütterung sollte unbedingt nur alle 2 Tage oder besser alle 3 Tage durchgeführt werden. Und dann auch nur mäßig, da die Tiere sonst stark verfetten aufgrund der wenigen Bewegung. Temperaturen von 28-32 Grad sind kein Problem für die Tiere .

Brachyplatystoma aus Peru mit 10-12 cm

Brachyplatystoma tigrinum aus Peru mit 35 cm

Bis bald, Rico ….


Brachyplatystoma filamentosum

Brachyplatystoma filamentosum oder Filhote oder Piraiba, wie er auch von den Einheimischen genannt wird, stellt die größte Art der Pimeloden (Welse mit Barteln) dar. Sie können etwa 250-300cm bei einem Gewicht von max. 250 Kg. erreichen. Diese wirklich kapitalen Tiere sind wohl sehr selten geworden, was der starken Befischung in den letzten 20 Jahren zuzurechnen ist. Es gibt verschiedene Varianten von Brachyplatystoma filamentosum und alle werden nicht so riesig wie die gezeigten Bilder oder Videos im Internet. Gerade die Variante aus Peru wird garantiert nicht so groß. Vor einigen Jahren erstand ich ein junges Tier von Michael Böttner, welches nicht die 65cm in 5 Jahren überschritt.  Andere Halter dieser Welse erzählten ebenfalls vom langsamen Wachstum dieser Art aus Peru. Die Schwesterart Brachyplatystoma capapretum  früher öfter als B. filamentosum importiert) dagegen wuchs bei mir in einem Jahr bereits auf etwa 40cm und überschritt laut dem nachfolgenden Halter auch rasch die 80-90cm, was auch Bilder im Internet beweisen.

Hier ein paar Bilder kleiner Brachyplatystoma filamentosum aus Peru.

Jungtier mit etwa 4cm Länge.

Jungtier mit etwa 6-7 cm Körperlänge.

Jungtier mit etwa 10 cm.

Die Färbung dieser Art ist recht variabel und die Flecken verschwinden mit dem Heranwachsen so ab 25-30 cm Länge.

Danach folgt ein schöner blau-violetter Grundton mit herrlich glänzender Oberfläche .

Brachyplatystoma filamentosum kann sehr scheu reagieren, ist aber recht agil bei genügender Strömung .

Kleinere Tiere fressen gern weiße und rote Mückenlarven und erstaunlicherweise auch mit 5-7 cm schon kleingeschnittene Fischstückchen.

Dieses Tier misst etwa 20 cm .

Hier ein etwa 45-50 cm Exemplar welches ich vor einigen Jahren pflegte. Leider hatte dieses Tier im juvenilen Alter eine kleine Auseinandersetzung mit einer Seitenscheibe des Aquariums und trug so eine leicht deformierte Schnauze davon. Es schränkt das Tier aber in keinerlei Weise ein.

Da ich gerade wieder mehrere neue “Baby B. filamentosum” zum Aufziehen pflege, und ich diesmal über ein ausreichend großes Becken verfüge, werde ich mir die Mühe machen und sie so groß ziehen, wie es mir möglich ist.

Ein Dank gilt hier an Ingo Seidel der mir die Tiere besorgt hat .

Bis bald

Rico


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